Cantina Stuttgart

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... oder die Sache mit dem Zirkelschluß.

Wie lange haben wir in Stuttgart eine Bar gesucht, die einfach nur ein wenig wie das Aquí wäre (über das war später noch berichten), und so ganz anders als das, was man in der Innenstadt sonst so findet: Glas, eng beeinander stehende Tische und Schicki-Micki-Massenabfertigung. Nein, gemütlich soll es sein, zum Wohlfühlen und Verweilen einladen. Nicht zum Gesehen-Werden will ich ins Café, nicht wegen irgendwelcher angesagter Cocktail-Mode, sondern zum Verweilen, und natürlich, um ungestört mit meiner Begleitung bei einem Glas erzählen zu können, ohne das Gefühl zu haben, mitten auf der Bühne zu sitzen.

Was das fast provinziale Aquí so heraushebt, ist genau das Verständnis dieser Tatsache. Und dabei schafft es das Café gleichzeitig, das Gefühl zu vermitteln, an einem anderen Ort zu sein. Und damit sind wir wieder bei der Cantina, denn die bildet tatsächlich eine kleine mexikanische Oase inmitten der ach so kosmopolitischen Stuttgarter Innenstadt, die auf traurige Weise trotzdem ihre schwäbischen Wurzeln nicht verleugnen kann, Glastische hin, schicke Klamotten her.

Den eintretenden Gast empfängt eine atmosphärische Inneneinrichtung. Der große Raum ist durch Nischen, leicht erhöhte Bereiche und hüfthohe Mäuerchen abgetrennt und bleibt damit abwechselungsreich. Wuchtige, schlichte Holzmöbel und die kräftige Wandfarbe im Orangeton schaffen es, das angestrebte Flair glaubhaft zu vermitteln. Auch im Außenbereich hat man das kleine Kunststück geschafft, gemütliche Plätze zu schaffen, die trotz der großen Menge an Sitzgelegenheiten nicht den Eindruck aufkommen lassen, zusammen mit dem Rest die Herde auf dem Präsentierteller abgeben zu müssen. Stattdessen läßt einem die Aufstellung das Gefühl, für sich zu sein -- und das, obwohl sich die Cantina gewissermaßen im Durchgangsbereich zur nächsten U-Bahn-Station befindet. Trotzdem ist nie das Gefühl da, mitten auf der Straße zu sitzen.

Schmerzhaft sind allerdings die Preise, die auf leider gewohnt hohem Landeshauptstadtsniveau sind. Den Cocktail für etwa acht Euro muß man erst einmal verdauen, und das liegt nicht am Alkohol. Schade, denn die Mixtur stimmt. Zum Glück gibt es eine Happy Hour bis 21:00 Uhr, zu der man für schlappe 4,80 EUR Cocktails bestellen kann. So läßt sichs leben!

Die restliche Getränke-, aber vor allem die Speisekarte haben wir leider noch nicht genügend untersuchen können, um eine gute Einschätzung abgeben zu können. Die knappe halbe Stunde hat uns aber überzeugt: Hier kommen wir gerne noch einmal hin.

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Diese Seite enthält einen einen einzelnen Eintrag von Eric MSP Veith vom 20.07.09 22:44.

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