Why, it was Sir Arthur's Birthday!

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sDSC_0318.jpegBesser spät als nie: Sir Arthur Guinness wurde 250 Jahre alt, und wir waren in unserem neuen Lieblingspub in Ludwigsburg dabei. 250 Jahre Guinness -- das mußte einfach gefeiert werden!

Der Feiertag begann indes nicht erst gegen Abend, sondern schon am frühen Nachmittag. Der Pubbesitzer hatte uns geraten, möglichst früh zu kommen, um sicherzustellen, daß man auch Sitzplätze im Inneren hat. Schließlich war Arthurs Geburtstag nicht nur ein internationales Ereignis, sondern schon im Vorfeld stark beworben. Und davon abgesehen sollte es Live-Musik geben. Wie sich schnell herausstellte, war der Rat angemessen: Genügend Leute hatten im Pub angerufen, um einen Sitzplatz zu reservieren! Tja, vielleicht kann mich da jemand aufklären, aber ich glaube, daß man wohl im Restaurant, mitnichten aber in einer Bar Tische vom Personal freihalten lassen kann. Aber nun gut, jeder kann das handhaben, wie er es für richtig erachtet, und im Towers Pub fand man Reservierungen angemessen.

Wie kann man nun eine lange Geburtstagsfeier beschreiben, bei der man auf das Wohl eines längst verstorbenen Mannes anstößt, dessen unglaublich wohlschmeckende Erfindung man nur ehren kann? Es reicht definitiv nicht, das Interieur des Lokals zu beschreiben; das haben wir außerdem schon getan. Unnötig auch zu erwähnen, daß die ausgelassen feiernde Menge -- wir mit eingeschlossen -- keine Gelegenheit ausließ, um die Pint-Gläser zum Toast auf den Braumeister zu heben. Daß der Pint für eine Zeit nur die Hälfte kostete, ließ auch den Geldbeutel erleichtert mitfeiern. Ich schätze, ich hatte einfach noch nie so sehr viel Spaß auf dem Geburtstag eines toten Mannes. Und ich werde wohl niemals das intakte Guinness-Glas, das rein hypothetisch vom Tisch fiel, vergessen. (Liebe Leser, entschuldigt an dieser Stelle den Insider-Witz!)

Die Musik steuerte eine Band namens «Logical Mind» bei -- und ich fürchte, hier hat sich das Towers-Team das einzige mal vergriffen. Die Gruppe kann wahrscheinlich nichts für die schlechte Tradition, die Lautsprecher derart aufzudrehen, daß man auch noch draußen vor dem Pub gut hört, was sie spielen. Ich würde mich nur ganz gern auch ohne schreien zu müssen noch verständigen können. Aber wofür sie definitiv was können, das ist die geringe Menge an irischer Musik. An Arts Geburtstag hatte ich mich auf einen starken irischen Einschlag gefreut, aber stattdessen mußten wir auch "Country Roads" und "Hotel California" über uns "ergehen" lassen. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen diese Lieder. Aber in einem Irish Pub an Arthur Guinness' Geburtstag sind sie einfach ein wenig... deplaziert. Salopp gesagt: Die Menge sollte vielleicht besser «There's whisky in the jar!» denn «Knock-knock-knockin' on heaven's door» gröhlen.

Trotzdem war es eine gelungene Feier: Wie sonst soll man auch einen ordentlichen Pub-Besuch zu Ehren von Arthur Guinness auch nennen? Das Towers Pub ist so oder so einen Besuch wert -- und um das zu bekräftigen, kann dieser Eintrag mit Ambiente-Bildern aufwarten.

Slaínte!

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