The Royal McGregor

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Schon bei unserem ersten Besuch in „Auld Reekie" suchten wir, ganz erschlagen von den Eindrücken der Stadt, einen Ort zum Einkehren, Stärken, Kräfte-Tanken. So hielten wir auf der Royal Mile Ausschau nach einem gemütlichen Pub und liefen fast an der

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unscheinbaren braunen Fassade des „Royal McGregor" vorbei, entdeckten aber im letzten Moment noch den außen angebrachten Glaskasten mit kleiner Übersichtskarte darin. Preislich damals wie auch bei der diesjährigen Reise für britische Verhältnisse nur leicht überteuert entschieden wir uns für einen Zwischenstopp.
2007 wurden wir noch an der Tür empfangen, ein Tisch wurde zugewiesen und überraschenderweise auch direkt an diesem bedient. -- Seltsam, sind wir nicht im Pub? Gut, in diesem Jahr waren wir schon darauf vorbereitet, aber das Personal scheint etwas verwirrt über den Umgang mit kontinental-europäischen Gästen. Zum Teil wurden wir wie oben beschrieben bedient, bei anderen Mitarbeitern orderten wir am Tresen, wie es auf den Inseln doch üblich ist. Beides in Ordnung, man muß nur darauf achten, was gerade aktuell ist ;-)

Das Ambiente im „The Royal McGregor" ist in warmen Beige- und Brauntönen gehalten, wie auch schon die Außenfassade. Der große Tresen lässt es gemütlich wirken, typisch Pub hängt ein - stumm geschalteter - Fernseher über diesem, so daß der interessierte Gast optisch den aktuellen Sportereignissen folgen kann. Im Eingangsbereich befinden sich mehrere schlichte Tische für vier Personen, aber auch drei kleine, bequeme

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Sitzgruppen mit Sessel bzw. Lederbank. Am hinteren Ende des Tresens geht es nun ein paar Stufen auf eine Empore, die, durch ein hölzernes Geländer abgetrennt, nochmal etwas vom Hauptraum und dem meist recht überschaubaren Betrieb abschirmt. Dort hat man die Möglichkeit, sich auf der gleichen roten Lederbank niederzulassen, wie man sie auch im Eingangsbereich schon gesehen hat, die aber hier die gesamte Rückwand über vier Tische hinweg einnimmt. Und von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über das gesamte Geschehen im Pub.


Im „Royal McGregor" kann man neben typischem „pub food", wie fish and chips, burger, garlic bread (...) auch Speisen wie Schweinemedaillons, Steaks, Lachs und auch klassisch schottische Gerichte finden. So zum Beispiel „Haggis, Neeps and Tatties" und „Steak & Ale Pie". Auf der Homepage des Pubs findet der geneigte Leser eine Übersicht über das gesamte Angebot.

Was uns den Pub so sehr im Gedächtnis behalten ließ, waren die Burger, die hier serviert werden. Gut, Burger mögen sich nicht besonders anhören, doch worüber wir hier stolperten, waren
„Blue Cheese Burger". Für burgererfahrene Konsumenten mag das vielleicht nichts Spezielles sein, für mich war es das erste Mal, daß ich auf diese Variante stieß. Und noch dazu auf eine sehr leckere Variante. Der Blauschimmelkäse, der hier verwendet wird, ergänzt den saftig-vollen Geschmack mit einer ganz eigenen würzig-salzigen Note, die sich uns sehr eingeprägt hat. So mussten wir dem Royal McGregor natürlich unbedingt wieder einen Besuch abstatten.

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Dieses Mal war der Urlaub später im Jahr, Ende September, ziemlich stürmisch, nass-kalt und einfach ein Hundewetter, um den ganzen Tag draußen zu sein. So gingen wir eilig in den Pub, genossen die warme Atmosphäre und die warmen Temperaturen. Durchgefroren wie wir waren, studierten wir die Karte auf der Suche nach etwas Wärmendem. Da ich keinerlei kaffeehaltige Getränke mag, fiel schon vieles weg. Dann stand bei den Tees noch etwas von „Hot Toddy", einem Heißgetränk mit „Whisky, Honey, Lemon and Cloves". Also: bestellen? Nicht bestellen? Nun gut, wir probieren es einfach - und das war eine der besten Ideen in diesem Urlaub, denn der Hot Toddy wurde uns ein treuer Begleiter durch die sechs Tage in Edinburgh. Doch dazu später mehr, denn Toddy ist uns ein so guter Freund geworden, daß wir ihm einen eigenen Eintrag widmen werden...

Was ich auch noch erwähnen möchte, ist Crannachan, ein traditionelles Dessert aus Schottland, natürlich mit Whisky. Weitere Zutaten sind Waldbeeren und Schlagsahne, wobei diese glücklicherweise überwiegen. Das Ganze ergibt dann eine Art gut gekühlte „Sahnecrème" mit Beeren, die dezent nach Whisky schmeckt. Nachdem wir sie einmal abends probierten, gab sie mir den Grund zu einem Abschiedsbesuch vor der Rückreise , da ich sie gerne noch ein zweites Mal essen wollte. Und natürlich einen letzten Hot Toddy trinken wollte. Für dieses Mal.



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Diese Seite enthält einen einen einzelnen Eintrag von Merit.V vom 5.04.10 23:55.

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